Am 28.09. veröffentlichte die Grüne Jugend die folgende Pressemitteilung:

Mit Blick auf das mehrheitliche Nein im Bürgerentscheid um die Tübinger Innenstadtstrecke der Regionalstadtbahn äußert die Grüne Jugend Tübingen ihr Bedauern über dieses Ergebnis.

Lisa Merkens, Sprecherin der Grünen Jugend Tübingen, erklärt: „Der vergangene Samstag war kein guter Tag für Tübingen und die Region Neckar-Alb. Die Tübinger*innen haben sich gegen die Innenstadtstrecke der Regionalstadtbahn und damit gegen eine klimaneutrale, moderne und sozial gerechte Alternative zum Individualverkehr entschieden. Wir finden diese Entscheidung sehr schade und analysieren natürlich nun dessen Zustandkommen. Allerdings hat unserer Meinung zu diesem Ergebnis beitgetragen, dass die Verwaltung der Stadt Tübingen keine klare Führung in der Umsetzung des Bürgerentscheides übernommen hat und die Kommunikation insgesamt nicht deutlich genug war.“

Malte Voß, Sprecher der Grünen Jugend Tübingen ergänzt: „Besonders enttäuscht sind wir darüber, dass die Teilorte gegen die Streckenführung durch die Tübinger Innenstadt gestimmt haben und die Regionalstadtbahn als notwendige Maßnahme zur Erreichung der Klimaneutralität in Zweifel gezogen wurde. Die Art uns Weise, wie der Konflikt in der Stadt ausgetragen wurde, verurteilen wir. Insbesondere das teilweise aggressive Auftreten der Gegner*innen gegenüber Befürworter*innen empört uns.“

Lisa Merkens fügt hinzu „Das Votum der Tübinger*innen akzeptieren wir. Dennoch möchten wir betonen, dass die Mobilitätswende eine große Herausforderung für die gesamte Gesellschaft darstellt, die nur gemeinsam bewältigt werden kann. In unseren Augen wäre eine Innenstadtstrecke ein starker Akt der Solidarität mit allen, die im Tübinger Umland leben. Nun befürchten wir, dass das Nein zur Innenstadtstrecke auch Folgen für das Projekt der Regionalstadtbahn außerhalb Tübingens haben wird und hoffen, dass dies nicht das endgültige Aus der Innenstadtstrecke bedeutet, denn die Argumente für die Innenstadtstrecke gelten nach wie vor.“