Am Mittwoch lud die Grüne Jugend ins Deutsch-Amerikanische Institut ein, um dort von syrischen Aktivist*innen ihre Erzählungen über die gewaltfreien Proteste ab 2011 zu hören. Für den Überblick gab es zunächst eine Einführung in die Installation des Assad-Regimes, vor allem ging es jedoch um die Proteste und die Menschen, die sich an ihnen beteiligten; um die Beweggründe des Protests, die Schwierigkeiten, in einem stark überwachten Staat Demonstrationen zu organisieren, um die Wirkung von Graffitis und Streiks und dann um die Militarisierung des Protests.

Eindrücklich konnten die Aktivist*innen ihre Erfahrungen mit dem Regime, mit Verhaftungen und der fortschreitenden Gewalt schildern, denn sie waren Teil der Bewegung und erlebten den Unterschied zwischen der andauernden Unterdrückung und Überwachung ein technisch stark ausgerüsteten Diktatur und der Freiheit in den Protesten. Auch kam es im Nachhinein zu regen Fragen und einem interessanten Austausch zwischen Publikum und Referent*innen.

Unser Dank geht an Adopt a Revolution für die Vermittlung des Veranstaltung, an die Referent*innen und alle, die gekommen sind, um die Geschichte der syrischen Bevölkerung zu hören statt die geostratigschen Interessen zu debattieren.